Bin in München am 23.11.1965 im Krankenhaus Rechts der Isar um Uhr 10:51 geboren von sehr konservativen Eltern. Habe eine jüngere Schwester und hatte mich mit sechs Jahren an ihrer Kleidung, Strumpfhosen, Röcke oder Kleider vergriffen und gleichzeitig auch verliebt. Habe die Kleidung angezogen, nächtelang darin geschlafen. Das Gefühl war damals für mich schon umwerfend. Ich wollte in meinem Inneren ein Mädchen sein.
Schule:
Im Laufe der Zeit entdeckte ich die Nylonstrümpfe und die Pumps meiner Mutter. Ich zog diese weibliche Kleidung fast wöchentlich über, wo ich Zeit fand, das Gefühl so auszuleben und einfach mal ein Mädchen nach außen zu verkörpern. Ich fühlte mich darin viel wohler als in meinem männlichen Outfitt. Die Klamotten versteckte ich meist außerhalb der Wohnung, damals im Treppenhaus hinter verriegelten Türen der Löschwasserabsperrung für die Feuerwehr. Ich wußte, da geht nie jemand ran und so war das ein sicheres Versteck. Zum Teil sicherte ich auch meine Schätze in den Garderoben der Schulen, im Turnbeutel. Sehr häufig zog ich auch Miederbodys meiner Mutter an . Gewisse Rückstände ließen meine Mutter recht bald aufhorchen und sie stellte mich zur Rede. Mußte mir viele Ausreden einfallen lasse, damit meine Mutter das nicht an die große Glocke hängt und wohlmöglich der Haussegen schief hängt. Ich ließ erst mal wieder Ruhe einkehren, die Emotionen sacken.
Ausbildung:
Endlich konnte ich meine Ausbildung in meinem 17. Lebensjahr beginnen und mein erstverdientes Geld setzte ich in Kosmetik und Damenbekleidung um. Ich fand es sehr erregend die Frauenkleidung an zuhaben und schaukelte mich immer höher zur sexuellen Befriedigung. Dann war der Spuk erst mal wieder vorbei. Sehr oft machte ich dann einen Cut, in dem ich alle Frauensachen vernichtete.
Es dauerte nicht lange, dann verspürte ich den Drang wieder Frauenkleidung an meinem Körper zu spüren. Und so kaufte ich immer wieder eine neue Ausstattung. Das war nicht ganz billig. Es dauerte nicht lange, dann wollte ich auf die Straße unter die Öffentlichkeit als Mann in Frauenkleidern. Mit achtzehn Jahren unternahm ich meine ersten Ausflüge a la 'femme. Die ersten Male rutschte mir fast das Herz eine Etage tiefer. Und so stöckelte ich dann in meinen hohen Pumps durch die Münchner Innenstadt.
Im Anschluß an meine Ausbildung folgte meine Bundeswehrzeit bei der Marine und auch da konnte ich nicht ohne Frauenkleidung sein, irgendwie fühlte ich mich weiblich, in jedem Hafen nahm ich eine Tüte mit, da waren die Frauensachen drin, kaum außerhalb der Sichtweite meines Schiffes verschwand ich in einem Hinterhof und zog mich um. Und so schlenderte ich durch die einzelnen Hafenstädte ganz ungeniert. Mein Vorteil, da kannte mich niemand!
Heirat:
Kurz nach der Bundeswehrzeit, alle hatten schon Freunde oder Freundinnen,
waren verlobt, nur ich hatte noch niemanden. Ich bekam Panik und ging so zu einem Partnerschafts
-Vermittlungsinstitut, legte 5.000 DM auf den Tisch und mir wurden Frauen-Vorschläge nach Hause
gesendet. Endlich konnte ich ein Meeting mit einer Frau haben. In meiner gesamten Schul- und auch
Ausbildungszeit, hatte ich extrem Angst vor Mädchen.
Der zweite Vorschlag entsprach meiner
Vorstellung und wir lernten uns in kürzester Zeit kennen.
Nach drei Monaten standen wir vor
dem Standesbeamten und schlossen den Bund der Ehe, die nach 12 Jahren wieder geschieden worden
ist. Ich versuchte im Laufe der Zeit der jungen Frau auf meine "Neigung" aufmerksam zumachen.
Ich zog erst mal Strumpfhosen an und dann ein Nachthemd. Irgendwann ging das dieser Frau auf
den Nerv und ich lebte die Frau in mir so oft es geht für mich alleine aus. Die Klamotten
versteckte ich in einer Tasche im Keller unseres angemieteten Hauses. Längst waren beide
Kinder geboren, kümmerte mich zum größten Teil selbst um diese, da ich sonst niemanden hatte.
Mindestens jede Woche einmal schlüpfte ich in die weibliche Rolle und genoss die Zeit.
Ich ging ins Kino, einkaufen, bin in die Berge gefahren und letztendlich auch in die Sauna.
Rein in die Frauenumkleidekabine, schnell umgezogen, Bademantel drüber und dann war ich rein
äußerlich körperlich ein Mann mit dem ich nie klar kam.

Trennung - Umzug nach Berlin:
2001 Jahr nun, entdeckte ich einen netten Menschen und
offenbahrte mein kleines Geheimnis.
Ich hatte mich nach Berlin durch die Trennung der Beziehnung abgesetzt, über das Internet meine
Ex-Lebensgefährtin gefunden, die genauso verzweifelt war wie ich, nämlich einsam. Hatte mir ein
möbeliertes Appartement Ende März 2001 angemietet, hatte einen Koffer dabei, da waren die Schätze
zur Verwandlung zur Frau, versteckt. Recht schnell, ende April bis Anfang Mai hatte meine
Lebensgefährtin aufgrund der Liebesspiele und das Empfinden zur sexuellen Befriedigung, ein
Bauchgefühl, das Ihr sagte ich verberge Ihr etwas. Einmal, in meiner Abwesenheit, Sie stöberte
ein wenig im Schrank herum und entdeckte diesen Koffer und öffnete den Reißverschluss.
Ein Blick genügte, das Geheimnis war gelüftet!
Als nun ich in die Wohnung zurückkam, sprach Sie mich direkt darauf an. Zuerst bekam ich mal
Herzklopfen, aber dann legte ich die Karten auf den Tisch und erzählte Ihr nach und nach von
meinem Hobby. Ich war froh, dass Sie damit ganz offen umgegangen war. Hat nämlich selbst in der
Verwandtschaft einen Onkel der Transvestit ist und in Ihrer Ausbildung zur Erzieherin hatte Sie
Kontakt mit Transvestiten bzw. Transsexuellen.
Derzeit gab Sie mir soviel Sicherheit und unterstützte mich, sie schminkte mich, gab mir Tipps,
und akzeptiert es, mich in Frauenkleidung zu sehen. Sie fand es zum Teil schön. In Kurzen bzw.
längeren Abständen machte ich mich als Frau zu recht und ging einfach unter die Leute. Ich fühlte
mich dabei sehr wohl. In den Wintermonaten legte ich eher die Crossdresser-Variante an. Das
heißt, ich zog mir halterlose Strümpfe, Rock, Hemd, Krawatte und Sakko sowie Herrenschuhe an
und ging von mir überzeugt unter die Leute auf die Straße, ganz ohne Perücke, an den Augen
etwas geschminkt. Manche Menschen schauten mich etwas schief an, andere wiederum sprachen
Anerkennung gegenüber meinem Mut aus. Es ist kein Mut, es ist einfach ein hohes Maß an
Selbstbewusstsein, das ich in den ganzen Jahren erlangt habe. Ich stehe einfach zu mir.
Wenn ich Zeit fand, ging ich in Bekleidungs-Kaufhäuser, streifte mir in der Gardarobe die
schönsten Kleider; Kostüme über und ließe mich vom Personal beraten. Schöne Erlebnisse machte
ich bei Abendgarderobe oder auch Brautmoden. Ich wurde gerade von Blicken und Komplimenten nur
so bombardiert. War ein schönes Gefühl!
Rollenwechsel:
Im Jahre 2003 im Juli/August musste ich ein
Weiterbildungslehrgang über sechs Wochen belegen. Ich ging einfach in Frauenklamotten dort hin
und erntete Akzeptanz. Ist es ein Traum? Nein, das bin ich´, eine weibliche Seele zu einem
maskulinen Körper, dem lieben Gott ist wahrhaftig ein Fehler unterlaufen. Der Leidensdruck wurde
immer größer, gefangen im
eigenen Körper zu sein. Ich fühle mich als Frau und die Hülle sagte etwas anderes.
Nun, seit Anfang August 2004 hatten wir unsere Beziehung beendet. Grund war die Frau in mir!
Wir haben uns aber auch auseinander gelebt. Wir sind eine heterosexuelle Beziehung eingegangen!
Durch die Akzeptanz meiner Neigung konnte ich freier leben. Durch häufige verbale Hinweise,
Anmerkungen über Veränderungen an meinem Verhalten und Auftreten entwickelte sich in mir eine
kleine Explosion der Hilflosigkeit.
Der Leidensdruck hat ein Ausmaß der Verzweiflung angenommen.
Meine Kräfte waren am Ende. Sehr oft machte ich mir Gedanken meinem Leben ein Ende zu setzen,
doch es ist zu schön, um darüber sich Gedanken machen zu müssen. Immer wieder frage ich mich,
warum? Ich habe den Übergang zu meiner weiblichen Identität gesucht und es zu gelassen eine
Frau zu sein. Dazu brauche ich keine Kleidung am Körper. Ich empfinde und fühle mich als Frau
Das Einzigste, was mehr als nur belastend ist, dass ich diese männliche Hülle noch an mir
habe. Besonders belastend sind der Haarwuchs, dem ich mit dem Epiliergerät die letzten drei
Jahre auf den Pelz gerückt bin. Verwachsene Haare, Vereiterungen, Entzündungen waren die
Folge. Meinem Bartwuchs wollte ich schon vor fünf Jahren den Garaus machen, hatte mal mit
Sitzungen mit der Lasertechnik begonnen. Brachte nicht den gewünschten Erfolg, war sehr
schmerzhaft und musste zum Teil mit Kortison behandelt werden. Mittlerweile bin ich auf
eine Lichttherapie umgestiegen, was schon die ersten Erfolge zeigt. Im Mai 2004 habe
ich die dgti Berlin-Brandenburg kennen gelernt, um mich auszutauschen.