Die Nacht zum 28.11.2005 zu Hause war schon ein wenig unruhig. War wohl die Vorfreude auf das große Ereignis in meinem Leben. Pünktlich um Uhr 9:00 bin ich von einem super netten Freund von zu Hause abgeholt worden, der mich ins Oskar-Ziehten-Krankenhaus nach Berlin-Lichtenberg gebracht hatte. Dort angekommen folgte die Eincheckungs-Zeremonie, Blutabnahme, kleiner Gesundheit-check, eine Nierensonographie und schon durfte ich zwei Stunden später meine neue Bleibe auf Station 4.6 der Frauenklinik beziehen. Ein kleines Hotelzimmer! Mit einer herzlichen Überraschung meiner Vorgängerin, Verena, in Form eines Briefes wurde ich begrüßt. Die netten Schwestern flüsterten mir, morgen um Uhr 8:00 geht die Reise los. Ein Anästhesist klärte mich noch über die Vorgehensweise auf, musste noch verschiedene Dinge unterschreiben. Bekam dann noch einen Abführ-Drink. Zur Vollendung folgte der Einlauf den ich über mich noch ergehen lassen musste. Mir geht es gut! Ich bin glücklich. Gegen 10 Uhr abends kuschelte ich mich in mein Bettchen und schlief ruhig ein.
Ich war noch im Schlaf, kamen die Schwestern kurz vor sieben in mein Zimmer und weckten mich. Aufstehen, Duschen
sagten sie mir und knipsten das helle Licht an. Torkelte nun halb verschlafen in den Duschraum und seifte mich
noch mal ordentlich ab. Ein letzten Blick hinunter auf mein Teil und zog nun meinen Bademantel an und huschte
zurück ins Zimmer. Die Schwester wollte mich noch unten rasieren, hatte sich aber erübrigt, da ich das noch zu
Hause erledigt hatte. Durfte auch gleich die Thrombose-Strümpfe anziehen und das OP-Hemd mit der Knopfleiste am
Rücken überziehen. Der Schmuck musste weg. Nun bekam ich noch eine Beruhigungstablette, damit ich wohl besser
Schlafen kann. Ein grünes Häubchen setzte ich mir noch auf und schon begann meine Reise kurz vor Uhr 8:00 in
meinem rollenden Bett in Richtung OP-Raum. Ich war die Ruhe selbst. Keine Aufregung - auf diesen Moment hatte
ich solange gewartet.
Paar Minuten später durfte ich auf den Gynäkologischen Stuhl im OP-Raum umsteigen. Schon machte sich der Anästhesist
an mir zu schaffen, sollte mich kurz vorlehnen und schwubs hatte ich auch schon eine Bestäubungsspritze sitzen,
damit ein Katheter in mein Rückrat eingeführt werden konnte. Lehnte mich dann wieder zurück, positionierte meine
Beine, damit sie weich liegen, die Schwestern nahmen meine Arme links und rechts piekten jeweils eine Nadel für die
Infusionen hinein, sah noch die ganzen Scheinwerfer an der Decke hängen, die mich ins richtige Bild rückten, schloss
meine Augen und dann wurde es auch schon tiefste Nacht......
.....gegen Uhr 14:00 wachte ich in meinem Bettchen im Aufwachzimmer wieder auf, erstmal streckte ich mich, da kam doch glatt die Frage auf, ob schon alles vorbei war? Meinen Unterkörper spürte ich nicht. Im Laufe des Tages kam dann aber doch wieder Leben in mein Fahrgestell, spürte zwischen meinen Beinen einen dicken Verband, konnte mich gar nicht drehen im Bett, oh je.... steif wie ein Brett verbrachte ich an der Schmerzmittel-Infusion den restlichen Tag und die Nacht, die sehr unruhig war, alle zwei Stunden wurde mein Blutdruck gemessen, ganz automatisch. Ich konnte gar nicht schlafen. Meine Versen taten enorm weh! Habe nur gedöst.
In der Früh hatte ich dann noch einen Blutdruck von etwa 88 zu 38, breche ich gleich zusammen dachte ich mir. Nein, mir geht es super. Hatte dann auch noch etwas Zwieback gegessen, damit ich wieder zu Kräften komme. Pünktlich um Uhr 6:50 kamen die Putzkolonne und weckte mich wieder aus meinem Halbschlaf. Zwei Stunden später kam der Herr Professor Elling und sagte mir, die OP war ohne Komplikationen verlaufen. Mir geht's super und war bei bester Laune. Rechts kamen zwei Schläuche aus meinem Verband heraus, das eine war der Urin-Katheter, der andere, für das Blut was noch abläuft. Beide Beutelchen wurden an meinem Bett angehängt. Gegen Mittag wurde ich dann in mein Zimmer wieder verlegt und durfte zu Mittag speisen, sitzend im Bett mit Rückenlehne. Am Abend und auch Morgens bekam ich dann noch ein kleines Fläschchen Infusion zur besseren Heilung der Wunden.
Heute durfte ich schon aufstehen, beide Beutelchen eingepackt und ich machte meine ersten Gehversuche, breitbeinig, wollte gar nicht mehr zurück in mein Bett, hatte mich gut gefühlt, dennoch bisschen schwach war ich ja schon. Bevor etwas passiert, doch lieber wieder zurück.
Heute wurde der Bauch-Katheder gezogen, hatte gar nicht so weh getan, wie ich fürchtete. Ein Laster weniger, grins....
Am fünften Tag nach der OP wurde nun der Verband gewechselt. Ich nahm auf einem gynäkologischen Stuhl platz und die diensthabende Ärztin löste langsam und behutsam den Verband. Ganz ohne Schmerzen, ich war erleichtert. Sie zog den Stant aus meiner Neuvagina und zeigte mir anhand diesen, wie groß meine Scheide wäre. Grinste über mein ganzes Gesicht. Nun musste noch der Blasen-Katheder gezogen werden. Nachdem ich ja gar nichts sah, verließ ich mich ganz auf meine Gefühle, oh je ein kurzer Aufschrei und das Teil war auch gezogen. Nun hoffte ich, dass ich auch im laufe des Tages pinkeln gehen konnte. Die Freude war groß, als ich meinen neu verlegten Harnleiter in Betrieb nehmen konnte. Spritzelte zwar alles am Popo umher, aber das ist ja bei Frau normal. Freu.... Nun wurde die Scheidenhöhle wieder neu ausgestopft mit Verband und einem Tampon, das wechseln erfolgte nun zwei mal am Tag.
Ganz frei war ich nun noch nicht, hatte noch den Schmerzkatheder im Rückrad , der nun heute am Nikolaus-Tag gezogen wurde. Und meine schlimmste Befürchtung einer Lähmung abseits löste sich in Luft aus. Nahm nun noch etwas Schmerzmittel in Form eines kleinen Schnappses zu mir. Ging sehr viel spazieren in dem Krankenhaus, wollte ja auch mal wieder nach Hause. Prof. Dr. Elling meinte, am Freitag werde ich entlassen. Grins.... ich fühlte mich super.
Am späten Abend bat mich der diensthabende Arzt zu sich und wir führten das "Entlassungsgespräch" Bis jetzt hatte ich mein neues Kunstwerk noch gar nicht gesehen, alle Ärzte und Schwestern sagten, es siehe sehr schön aus. Nahm dann doch mal einen Spiegel und guckte. Ein geschwollenes Ungetüm schaute mich an. Der Arzt beruhigte mich und erklärte mir, es würde sich alles noch zusammen ziehen. Die Nähte würden sich auflösen! Der Arzt erklärte mir noch, welche Dildos für mich in frage kommen, gab mir die Entlassungs-papiere und so verabschiedete ich mich gegen Uhr 22.00 und ging zurück auf mein Zimmer, kuschelte mich wieder in mein Bett ein und versank in das Land der Träume.
Nach einem deftigen Frühstück zog ich mich an, machte mich zurecht, packte meinen Koffer, verabschiedete mich von den netten Schwestern und machte mich auf den Weg zur nahe gelegenen S-Bahn und fuhr nach Hause.